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LOTTA

Ort

Karthäuser Wall 12
50678 Köln
0221 317543


Die autonome Massenorganisation „Lotta Continua“ („der Kampf geht weiter“) der italienischen Linken, war die Namenspatronin der Südstadtkneipe. Vor mehr als 15 Jahren gab es die Lotta schon in der Achterstraße. Damals wie heute mit mehr als 10 Leuten, die zusammen den Laden als Kneipenkollektiv schmeißen. „Wir sind eine linke Kneipe“, sagt Claudia und darauf lässt auch der rote Stern auf den Fenstern schließen. Es wird schon mal gemunkelt, dass die Lotta eine Lesbenkneipe sei. Dieser Irrtum ist wohlmöglich zustande gekommen, weil sich in direkter Nachbarschaft, vor Jahren das Frauenlokal „Diva“, später „Rotlicht“, befand.

Willkommen ist in der Lotta jeder, und so hält sich hier vor allem an den Wochenenden ein bunt gemischter Haufen von Menschen auf. Altersschwerpunkt liegt hier zwischen 25 und 45. Hier wird getrunken, nicht gegessen. Darum ist die Lotta auch ein Raucherclub. Aber wenn einen der unerwartete Hunger packt, gibt`s ne Frikadelle oder Erdnüsse zwischen den Bieren. Bier läuft hier aus dem Fass, und zwar Gaffel-Kölsch (€ 1,40) und Veltins, als Flaschenbiere bekommt Ihr zudem Newcastle (€ 4,-) und Tannenzäpfle (€ 2,50). Eine „Happy Hour“ gibt s nicht, dafür aber günstige, selbstgemachte, süffige Shots. Die heißen Mexikaner (Tomate und Vodka) oder Saurer (Zitrone und Vodka) und kosten € 1,50.

Die Musik befindet sich an normalen Tagen zwischen Indie und Punk Rock und am Wochenende und mittwochs legen verschiedene DJ’s auf. Da gibt es dann Themenabende wie zum Beispiel Musik aus den 60ern, Cover-Abende und auch Lindy-Hop wurde auf der überschaubaren Tanzfläche schon getanzt. Was wann genau gespielt wird, könnt ihr im Flyer der Lotta nachlesen, die entweder in der Lotta selber oder an zahlreichen Plätzen in der Südstadt (z.B. an der Fachhochschule und in diversen  Kneipen und Läden) ausliegen – und natürlich im Terminkalender von www.meinesuedstadt.de.

Fußballfreunde können am Wochenende in der Lotta alle Spiele des 1. FC Köln, sowie des FC St. Pauli live auf zwei Fernsehern und einer Leinwand sehen. Bei gleicher Anstoßzeit werden diese auch parallel gezeigt. Außerdem kann man in der Lotta selber Fußball spielen - und zwar am Kicker. Es gibt auch eine Lotta-Kicker-Mannschaft. Jeden Montag ist das Kicken umsonst. Das Lotta-Team ist aber nicht nur in der Nacht aktiv, sondern organisiert einmal im Jahr etwas, das am hellichten Tag, auf offener (Poller) Wiese stattfindet: Ein Fußballturnier. Und dieses Jahr wird es ein Sommerfest sein. Die Einnahmen daraus werden jedes Jahr für einen guten Zweck verwendet (z.B. an das Autonome Zentrum oder die Antifa weitergegeben).

In der Lotta sind nicht nur de Sterne auf den Fenstern rot, sondern überhaupt ist drinnen auch rot die vorherrschende Farbe. Der Raum besteht vor allem aus der Theke, wo man gemütlich dran sitzen kann. Es gibt mehr Steh- als Sitzplätze. Diese sind aber durch ein Podest erhöht, so dass man den Stehenden gegenüber einen besseren „Stand“ hat. Im hinteren Raum kann getanzt werden, passend dazu auch die zwei glitzernden Diskokugeln. Hier und da hängen Plakate, die auf Konzerte hinweisen, die leider nicht in der Lotta stattfinden – aus akustischen Gründen.

Wer sich übrigens jedes Jahr im Februar überlegt, wo er denn Karneval feiern könnte, der kann die Lotta in seine Überlegungen mit einbeziehen. Hier ist nicht nur jeden Tag geöffnet und volles Programm Karnevalsmusik, hier gibt es auch ein Motto, und die passende, aufwendige Dekoration dazu. Ein Relikt von diesem Jahr ist übrigens noch im kleinen Fensterkästchen zu sehen, Motto: Bar Wars. Bemerkenswert ist das Lotta-Karnevals-Bergfest. Das heißt, dass irgendwann (Termin muss noch genau ausgerechnet werden), genau in der Mitte von Weiberfastnacht und dem 11.11. in der Lotta Karneval gefeiert wird - mit allem Drum und Dran, sprich Musik, Deko und natürlich im Kostüm.
Die Lotta beteiligt sich natürlich, ganz nach ihrer politischen Einstellung, an der Aktion „Kein Kölsch für Nazis“. „Wir wollen damit einfach aufmerksam machen, mobilisieren und zu Thekengesprächen anregen,“ so das Lotta-Kollektiv.

Wer also Thekengespräche mit offenen, freundlichen Menschen führen möchte, dazu ausgewählte, immer wieder unterschiedliche, wenn auch vorwiegend gitarrenlastige Musik hören mag, auch mal tanzen oder im Kneipendunkel abtauchen möchte, der geht in die Lotta. Und zwar:
sonntags bis donnerstags von 19:00 - 2:00 Uhr
freitags und samstags von 19:00 - 4:00 Uhr *

*bei Bundesligaspielen öffnet die Lotta eine halbe Stunde vor Anpfiff

Das Programm könnt ihr sehen unter: www.lotta-koeln.de, den Newsletter bestellt man unter mail@lotta-koeln.de

Sonja Alexa Schmitz

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