Der mächtigste Mann des Planeten

Das Leben ist eine Baustelle. Mit Absperrband, rostigen Rohren, die die Decke stützen und mit blauen Plastikplanen vor den Wänden. Und so wie auf einer Baustelle erst allmählich, mit jedem Stein, der auf den anderen gesetzt wird, die Gestalt eines

Die Versuchung im Kopf

Das Ensemble des Theater Köln-Süd hat sich nach dem „Sommernachtstraum“ eines weiteren Stückes von Shakespeare angenommen: „Macbeth“ steht auf dem Programm. „Meine Südstadt“ hat sich mit Regisseurin Franziska Winterberg über das Böse in uns allen,

Grusel, Geheimnisse und ganz viele Schnecken

Ein Schrei ertönt. Das Licht von Taschenlampen gleitet im Dunklen über Möbel. Es sind noch die altmodischen Möbel der Vormieter, die im Haus stehen. Eine Stehlampe, eine Standuhr, Kamin und Kommode. Hals über Kopf, so scheint es, wurde das Haus ve

Wenn der Mob mordet

Blut ist geflossen, viel Blut sogar, das wird schon beim ersten Blick deutlich. Wenn man den blutüberströmten, weißen Schlachtblock sieht, in dem eine Axt steckt. Wer aber als Opfer zum Schlachtblock geführt wurde und wer zugeschlagen hat, das ver

Kein Kind mehr da

Wer mögen sie sein, die letzten Überlebenden auf Erden, nachdem die Apokalypse alles zerstört hat? In Joe Knipps wort- und bildgewaltigem Stück „Die Käfer – das rote Album“, das im Theater am Sachsenring Premiere hatte, sind es die Insekten. Ausge

Sind wir nicht alle irgendwie böse?


Am Wochenende ist was los: die Kölner Kinder- und Jugendtheatergruppe „pulk fiktion“ feiert im „Freies Werkstatt Theater“ ihr 10jähriges Jubiläum. Am Freitag fällt der Startschuss mit der Premiere von „Max und Moritz“. Der Samstag steht mit Perfor

Im Schatten des Doms: die Domschnecken

Anfang Oktober wurden vielerorts Erntedank-Gottesdienste gefeiert. Auch in der Lutherkirche, in der Annegret Fuentes, Mitglied von „Slow Food“ – Deutschland, die Organisation vorstellte. „Meine Südstadt“ nahm das als Anlass, mit Frau Fuentes über

Vom Loser zum Mörder und Millionär

Er sieht ein wenig lächerlich aus, wie er da so steht, mit seinem Kindergeburtstags-Hut auf dem Kopf, der Wunderkerze in der Hand und der geschmacklosen Fliege zu einem zusammengewürfelten Outfit. Das also ist Tom Ripley, die Romanfigur Patricia H

Ich will nix anderes machen

Jamie Wierzbicki macht klassische Stand Up Comedy. Er tritt ohne Verkleidung auf und erzählt keine Witze, sondern plaudert aus dem Nähkästchen des Alltags. Und zwar so, als sei ihm das, was er erzählt, gerade an der Bar durch den Kopf geschossen:

Der werfe den ersten Stein

„Kaum eine Stunde alt und schon angeklagt wegen des Geschlechts“ - als Frau geboren zu sein, bestimmt das Schicksal der jungen Bilqiss. Und tatsächlich findet sie sich eines Tages als Angeklagte vor Gericht wieder. In einem Prozess, der eine Farce