Ode an den Auswärts-Schlaf… oder wieso ich auch da mal wieder gar nix weiß…!


So, wie ein Kleingärtner, der sich freut, wenn er die im Frühjahr gepflanzten Setzlinge im Herbst ernten kann, fühl' ich mich, wenn unser "2-Familien-2-Kinder-Betreuungs-System" nach knapp zwei Jahren Früchte trägt. Die zuckersüße "Mit-Paul-geh-ich-sogar-ins-Wasser-Frucht" ist dabei eine meiner Favoriten.

Essen und erpressen


Und so sitzen sie am Tisch: eine Großmutter, die ganz sicher weiß „jetzt nachgeben bedeutet Anarchie und damit Minis, die auf Nasen rumtanzen“, ein Großvater, der aus lauter Mitleid beinahe die Mission gefährdet, ein Exempel zu statuieren („Kommt, gebt ihr doch wat, et hat doch gleich sonst Hunger“) und eine Mutter, die vor einer Woche aufgehört hat, ein schlechtes Gewissen zu haben und dank de

Ein für alle Mal Schluss mit schlechtem Gewissen!


Und mal wieder bin ich in die Falle getappt. Die Falle der Ja-aber-ich-dachte-sie-würde-sich-freuen-Mutter. Wo ich doch den ganzen Samstag Vorfreude geweckt habe. Vorfreude auf "Das Blaue Haus" auf der Severinstraße, in dem es tolles Puppentheater gibt und andere tolle Sachen für Kinder.

Moralapostel wider Willen


Was mir nicht klar war: wir machen schon ziemlich viel Murks den lieben langen Tag, verstoßen gegen Regeln, verschmutzen, behindern und bringen uns und unsere Mitmenschen in Gefahr. Das war mir lange nicht bewusst, weil ich auf vieles nicht achte und oft selber mitmache. Seit ich allerdings neuerdings meine beiden Moralapostel dabei habe, ist das anders. Die Augen öffnen sie mir, jeden Tag.

Von wahrer Kunst und echten Geistern


Ich möchte ein Tabu ansprechen. Nicht ganz uneigennützig, versteht sich, habe ich doch festgestellt, dass die Dinge leichter werden, sind sie erst mal aufgeschrieben.
Ich werfe Bilder von Smilla weg. Bilder, die sie selbst gemalt und mir dann geschenkt hat. Puh, jetzt ist es raus. So richtig besser geht´s mir allerdings noch nicht. Vielleicht sollte ich noch dazu erwähnen, dass die Produktivität meiner Tochter den Oberförster leicht bis mittelschwer unter Druck setzt, kommt er doch gar nicht hinterher mit dem Baumfällen, so schnell wird neues Papier benötigt.

Allein zwischen Kletter-Zwergen


Zurzeit laufe ich mit leicht verstört ängstlichem Blick durch die Parks und über die Kinderspielplätze der Stadt. Das weit aufgerissene, da sorgenvolle Auge immer die höchsten und waghalsigsten Klettergerüste aufsuchend in der beklemmenden Gewissheit, kurze Zeit später selber drauf zu hängen. Und dann nicht mehr runter zu kommen. Und dann?

Perspektivwechsel


Dass die Geschichte, die ich jetzt erzähle, sich genauso heute vor einer Woche zugetragen hat – kaum glauben kann man`s, schaut man aus dem Fenster oder an sich runter. Eingepackt in dicker Wolle, um warm zu halten, was vor einer Woche noch nach kühlendem Schatten lechzte.

Lost in Kita


Der Anruf kam um kurz vor fünf. Paul sitzt in der Kita. Ganz allein. Und wartet. Vergessen! Die brüchige Stimme an der anderen Seite der Leitung lässt unwillkürlich Bilder aufkommen. Bilder von trostlosen Kinderaugen, die in ein leeres Bällebecken starren, von  menschenleeren Räumen und Spielzeug, dass sich, matt in der Ecke liegend, erholt von ereignisreichem Spieletag.

Erinnerungen an Familienreisen


- zwischen Fußraumverlust und StadtLandFluss.
Neulich haben wir ein Retrowochenende verlebt. Nicht, dass das angesagt war. Angesagt war eine gemeinsame Fahrt an den Neckar, zum Bruder. Als ich vor Wochen diesem Trip zusagte, freute ich mich auf zwei Tage mit meinen Eltern, meiner Schwester, dem so oft viel zu weit entfernten Bruder und seiner Freundin und natürlich Smilla.

Erleuchtung made in China


Ich weiß nicht, ob man dafür in den Kitsch-Himmel kommt, oder doch eher in die Plastik-Schrott-Hölle. Im Urlaub (ich dachte ich erwähne das mal, vielleicht bekomme ich dann ein wenig Bewährung aufgrund mildernder Umstände) habe ich etwas getan, was ich bisher noch nie getan habe. Ich habe Smilla ein Heft gekauft. Ein Prinzessinnenheft. Mit einem Gimmick.