„ Come don´t tell me what!“


Wir geben uns am liebsten kosmopolitisch. Wir möchten glauben, dass wir weltoffen und multikulturell sind. In unserer heutigen Welt gehört mindestens eine Fremdsprache zum Standard. Hoch im Kurs: Englisch, Spanisch, Chinesisch. Egal, ob wir verstehen was wir sagen, oder ob wir verstanden werden: Hauptsache wir können es. Oder wir glauben, dass wir es können.



 

Vorsicht, RheinOhrhafen!


Ist es die Erziehung, die Kultur oder die Natur, die uns durchs Leben leitet? Sind wir wirklich Herr der Dinge? Reden wir über die Männer in Deutschland! In kaum einer anderen Kultur, sind die Männer so verständnisvoll wie bei uns. Sie sind Frauenversteher. Warmduscher, wie manche böse Zungen behaupten. Sie wickeln die Kinder, spielen mit ihnen im Park und sind zum Teil die besseren Mütter.

Schick im Schritt!


Endlich Sommer in der Südstadt! Im Park wirbelt es nur so von Menschen. Ich versuche die ungewohnte Hitze mit langsamen Bewegungen in den Griff zu bekommen. Mein Körper befindet sich im Ausnahmezustand. Der Schweiß fließt über mein Gesicht, als wäre er ein Wasserfall, und das Herzklopfen wird mit jedem Schritt gefährlich schneller. Ich brauche eine Abkühlung. Ich versuche vergebens durch Yoga-Atemübungen mein Herzklopfen zu stabilisieren und flüchte unter einen Baum. Ich sitze regungslos da, weil ich nicht anders kann als passiv zu vegetieren und horche den Park-Nachbarn zu. Namen, wie „Brasilien“, „New York“ und „ Hollywood“ wehen mit dem heißen afrikanischen Wind zu mir rüber. Mein Fernweh wird angeregt.

Wie im Märchen!


Sie ist extrem wandelbar. Sie ist sowohl „chic“ als auch „laissez faire“, gebildet, aber auch dumm, einfach und wiederum unglaublich edel, akademisch und gleichzeitig handwerklich. Sie spricht viele Sprachen und hat viel zu bieten. Sie kann schön, aber auch  hässlich sein, sozial und asozial, ausländisch und doch kölsch. Wir lieben sie, wir hassen sie, wir sind sie: die Südstadt!

Hier gibt es sozial denkende Menschen, die die älteren Nachbarn, ganz unverbindlich fragen, ob sie beim Tütentragen Hilfe brauchen und sie nach Hause begleiten. Aber es gibt auch andere. Kürzlich saß ich im Römerpark, entspannte mich und lauschte der Musik, die vom Eierplätzchen in den Park strömte.

"Schau mir in die Augen, Kleines!"


Wir sind kein unbeschriebenes Blatt, dafür aber ein offenes Buch. Bewusst, oder unbewusst, laufen wir durch das Leben und geben Dinge preis, die wir nie aussprechen würden. Glauben Sie nicht? Sie meinen, Sie hätten alles unter Kontrolle? Machen Sie sich nichts vor. Es steckt mehr hinter den Wörtern, als man auf den ersten Klang hört bzw. Blick erkennt.

Apropopo


Mögen Sie es gerne weich oder eher hart? Stehen Sie auf Geprägtes oder soll es schlicht sein? Mögen Sie es farbig, oder nur weiß? Mit oder ohne Design? Ökologisch, komfortabel oder einfach nur günstig? Die Meinungen gehen auseinander. Für die Einen steht Umweltfreundlichkeit an erster Stelle, das heißt kratzig, fürs gute Gewissen. Andere bevorzugen es weich. „ Vierlagig ist optimal.“ Die Dritten meinen: "Sche… drauf, billig muss es sein!“

Die Qual der Wahl!


Zurzeit hängen sie überall in der Stadt. Sie schreien, provozieren uns, geben uns Versprechen, die sie kaum halten können und starren uns betont locker an. Nein, ich spreche nicht von Punkern. Ich meine die Wahlpa der Parteien zur Landtagswahl. Ich verstehe nur Bahnhof. Geht es Ihnen auch so? Was wollen die Parteien - außer meiner Stimme? Was will ich?

"Ist es nicht Sünde, zu wünschen ohne zu handeln?"


Es gibt Wochen, die kann man einfach in die Tonne hauen! Haben Sie einen Zombie gesehen, der letzte Woche, hier im Viertel, sein Unwesen getrieben hat? Das war ich! Rückblick: Ich höre in weiter Ferne ein dringendes, unangenehmes Geräusch. Es schreit regelrecht nach mir. Obwohl ich tief schlafe, weiß ich instinktiv, dass ich gemeint bin. Schlaftrunken wispere ich: „Gib mir fünf Minuten“. 4 mal 5 Minuten später, schaffe ich es endlich aus dem Bett. Wir haben Montag (UGHHH!), Montag nach den Osterferien (Doppel UGHHH!). Wer mich weckt, lebt gefährlich, und so wird mein Wecker das erste Opfer und leider nicht das letzte an diesem Tag.

Aberglaube


Ich gratuliere Ihnen! Sie haben Freitag den 13ten erfolgreich überstanden! Während die einen sich den Kopf darüber zerbrechen, wie sie diesen Tag bloß überstehen werden, schmunzeln andere. Man kennt die Klassiker: Vorsicht, vor der schwarzen Katze!

Schmeckt´s?


Ich sitze vorm Objekt meiner Begierde. Er sieht frisch und saftig aus. Beim Anblick läuft mir das Wasser im Mund zusammen. Ich lecke meine Lippen und nehme ihn in der Hand. Während ich ihn langsam gen Mund führe, schließe ich die Augen. Sein Duft macht mich noch hungriger. Mein ganzer Körper zittert vor Aufregung, oder ist das die Vorfreude? Er ist einfach zum Anbeißen!